Barrierefreiheit to go!?

Sogenannte Barrierefreiheits- / Accessibilty Overlays versprechen, Websites barrierefrei zu machen – auf Knopfdruck

Spoiler: Machen sie nicht.

Alles bereits eingebaut: An jedem Computer kann die Schrift auf Websites mit den Tastenkombinationen „Strg“ und „+“ bzw. „Strg“ und „-“ geändert werden. Auf dem Mac geht’s mit Command.; Bild: Kohlhaas & Kohlhaas, Weimar

Im besten Fall sind Kosmetik für eine Website. Sie liefern Features, die auf dem Computer, Handy, Tablet schon vorhanden sind: Der Browser selbst, Browser-Plugins oder das Betriebssystem stellen sie bereit — und zwar für alle Websites und meist ohne zusätzliche Kosten.

Im schlimmsten Fall machen diese Overlays, auch Barrierefreiheits-Widgets genannt, eine Website für manchen Menschen sogar nahezu unbenutzbar und verursachen Probleme, die es ohne sie gar nicht gäbe (Stichwort: Datenschutz von Screenreader-Usern).

Barrierefreiheit muss schon bei der Konzeption, Gestaltung und Umsetzung einer Website mitgedacht und integriert werden. Aber auch die Website-Redaktion muss entsprechend geschult sein – und mitdenken.

Barrierefreiheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess.

Linksammlung zu Barrierefreiheits-Overlays

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