Verspielt. 2006–2026: 20 Jahre Spotify (sind genug)

Unsere Neujahrskarte 2026

Gestaltet haben wir eine Infografik zum Vergleich von sechs Musik-Streaming-Plattfomen. Die Darstellung spielt mit dem Look eines DJ-Mixers.

Verspielt. 2006–2026: 20 Jahre Spotify (sind genug); Bild: Kohlhaas & Kohlhaas, Weimar

Anlass war der bevorstehende 20. Jahrestag der Gründung von Spotify (2006). 2008 ging das Unternehmen mit seiner Musik-Streaming-Plattform online. Heute hat Spotify mit Abstand die größte Reichweite, steht aber auch massiv in der Kritik — unter anderem wegen nicht gekennzeichneter (eigener?) KI-generierter Musik und seines intransparenten Vergütungsmodells. Ungefähr 75 % der Auszahlungen gehen an nur 0,1 % der Künstler:innen.

Wer eine vielfältige unabhängige Musikszene unterstützen will, kauft seine Musik direkt bei den Bands, zum Beispiel auf bandcamp.de, und besucht Konzerte im Club um die Ecke.

Zu den Angaben auf der Grafik

Generell sind konkrete Zahlen schwer zu ermitteln, siehe Quellen, und ohnehin ständigen Änderungen unterworfen. Daher ist die Darstellung bewusst „unscharf“; die Werte sollen nur als Anhaltspunkt dienen.

Abopreis je Monat je Person

Wir haben den Preis für ein „normales“ Einzel-Abo verwendet. Bei einigen Anbietern gibt es zusätzlich kostenfreie werbefinanzierte Accounts, Premiummitgliedschaften, Sondertarife für Studierende und Familien, Rabatte in Kombination mit anderen Diensten (Apple, Amazon Prime) usw. Die Zahlen auf der Infografik sind den aktuellen Websites (siehe oben) entnommen. Stand Dezember 2025.

Nutzer:innen

Manche Quellen unterscheiden zwischen Monthly Active Users (MAUs), insgesamt registrierten Nutzern, Premium-Abos — das macht Vergleiche schwer. Feststeht: Spotify hat die meisten ;)

Verfügbare Titel

Wer hätte es gedacht, auch hier ist ein Vergleich schwierig. Wer will schon die Anzahl der Titel nachzählen. Den im Netz verfügbaren Angaben zu Folge ist jedenfalls recht egal, welchen Dienst man wählt. Die Unterschiede liegen in der Auswahl des jeweiligen Katalogs. So sind bestimmte Künster:innen auf der einen Plattform vertreten, auf der anderen nicht. Zudem variiert die Anzahl der Songs je nach Lizenzgebiet.

Durchschnittliche Auszahlung je 1.000 Plays

Diese Beträge stammen aus groben Schätzungen und zeigen den möglichen Auszahlungsbetrag aller Rechteinhaber:innen zusammen, also nicht das, was die einzelne Interpretin oder der einzelne Komponist bekommt.

Spotify, zum Beispiel, bezahlt bis 1000 Streams / Plays aktuell: nix.

Musik-Streaming-Dienste

Alle Dienste agieren global und bieten Musik grundsätzlich weltweit an. Angegeben ist das Land, in dem der Dienst gegründet wurde.

Quellen und Beachtenswertes

Siehe auch

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